Der Name ist Programm und steht für ein Projekt, in dem das
Thema Pflanzen auf den verschiedensten
Ebenen und aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln bearbeitet und präsentiert wird.
Das Projekt lebt
von
der Verschiedenartigkeit der Lebensentwürfe
und Lebensphilosophien dreier Frauen, die in der Pflanze
ein
Sinnbild des Lebens sehen.
Uns eint das Erkenntnisinteresse an dem, was Leben ausmacht,
und wir glauben fest daran,
dass das Wissen
um das Leben den
Menschen ganz
im Brechtschen Sinne genussfähiger und empfindsamer, friedlicher und demokratischer macht. Wir haben die Sprache der Kunst gewählt,
um unser Anliegen nach außen zu tragen.
Dabei legen wir Wert auf Kunstpositionen, die uns neue Wahrnehmungsebenen eröffnen.
In diesem Sinne präsentieren wir
Malerei und Zeichnung, Fotografie und Video, Skulptur und Installation.
Wir möchten mit Raum für Pflanzen einen Ort der verlangsamten Wahrnehmung schaffen,
der die Möglichkeit zum Sehen und Hören,
zum Sprechen und Schweigen bietet. Im Jahr organisieren wir
von April bis Oktober
drei Ausstellungen zeitgenössischer Kunst.
Es ist uns ein besonderes Anliegen,
den inhaltlichen Faden der Ausstellungen in begleitenden Diskussionen und Veranstaltungen weiterzuspinnen.
Der Ort, in dem wir unser Projekt betreiben, ist die Orangerie am
Hofgarten in Kirchberg an der Jagst,
die 1749 am Rande eines
kleinen barocken Hofgartens erbaut wurde. Es ist ein Raum,
der geprägt wird
durch eine nach Süden exponierte Glasfront,
die den barocknachempfundenen,
auf die Wandflächen aufgemalten Kassetten Licht und Weite verleiht.
Wir finden es reizvoll,
in diesem barocken Denkmal eines herrschaftszentrierten Naturverständnisses um
Formen demokratischer Naturbetrachtung zu ringen,
und die bestehenden barocken
Formelemente mit zeitgenössischen Kunstströmungen zu verbinden.
